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«Phoenix»

Lea Bucher | 08.09.2014

Filmkritik «Phoenix» von Christian Petzold

Nelly kehrt im Jahr 1945 aus Auschwitz in ihre Heimatstadt Berlin zurück. Die körperlich und seelisch schwer verletzte Rückkehrerin erkennt die ihr einst vertrauten Strassenzüge inmitten der Trümmer kaum mehr. Nach einer Operation, durch die ihre ursprünglichen Gesichtszüge wieder hergestellt werden, macht sich Nelly auf die Suche nach ihrem Mann Johnny. Er hatte Nelly lange vor der Verfolgung durch die Nazis geschützt, konnte ihre Festnahme aber schliesslich doch nicht verhindern. Nelly findet ihn, doch er erkennt sie nicht, da er überzeugt ist, dass seine Frau tot ist. Johnny stellt nur eine irritierende Ähnlichkeit fest.

Er macht ihr das Angebot, dass sie seine Ehefrau spielt, damit sie dadurch an das Erbe kommen, das Nelly nun zusteht, da ihre ganze Familie im Holocaust gestorben ist. Obwohl sie zusehends daran verzweifelt, lässt Nelly sich auf dieses verwirrende Schauspiel ein, um wieder ihr altes Leben und ihre frühere Identität zurückzugewinnen. Darin setzt sie sich selbst als Person wieder zusammen und verwandelt sich unter Johnnys Regie wieder in die Nelly, die sie vor der Zeit in Auschwitz war. Sie hält an diesem Verwirrspiel fest, in der Hoffnung, dass sie von Johnny erkannt wird und wieder die alte sein kann.

Der Film zeigt auf eindrückliche Weise, wie Menschen wie Nelly vor dem Hintergrund der zerstörten Stadt Berlin um die Existenz, eine neue Identität und um einen Sinn kämpfen.

Kinostart: 2. Oktober 2014

Deutschland 2014, Dauer: 98 Minuten, Regie, Drehbuch: Christian Petzold

Mit Nina Hoss, Ronald Zehrfeld, Nina Kunzendorf

» Trailer und weitere Informationen



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